Über Benno mit Krebs

Willkommen auf meiner Seite. Hier teile ich persönliche Erfahrungen und Informationen zum Thema Speiseröhrenkrebs. Ich möchte Betroffenen und Interessierten Einblicke in meine Diagnose und Behandlung geben. Begleiten Sie mich auf dieser  Reise.

 Das bisher größte Abenteuer in meinem Leben!

Mein Abenteuer Krebs

Im Oktober 2019 erhielt ich mit 65 Jahren die Diagnose Speiseröhrenkrebs. Diese Nachricht hat mein Leben verändert. Ich möchte meine Erfahrungen teilen, um anderen Betroffenen Mut zu machen und ihnen Informationen an die Hand zu geben, die ihnen auf ihrem Weg helfen können.

Meine Behandlungen fanden während der Corona-Zeit statt, was zusätzliche Herausforderungen mit sich brachte.

Die Behandlungen und Operationen in der Uniklinik Göttingen und in Vechta waren ein entscheidender Teil meiner Reise. Ich werde detailliert über die verschiedenen Therapieansätze berichten, die angewendet wurden, und wie ich diese erlebt habe. Mein Ziel ist es, Ihnen ein besseres Verständnis für die medizinischen Aspekte der Speiseröhrenkrebsbehandlung zu vermitteln.

Meine Reise mit Krebs

11.10.2019 Mein Hausarzt  Ralf Hesse  stellt beim Ultraschall etwas an der Speiseröhre fest.

Mein Lebensretter, danke Ralf 🙏

21.10.2019 Magenspiegelung St. Marienhospital Vechta >Diagnose Speiseröhrenkrebs.

25.10.2019 CT Halsweichteile+Thorax+Abdomen Radiologie Vechta

30.10.2019 Aufklärungsgespräch Onkologie Vechta wegen Termine Chemo

20.11.2019 Termin in Lohne bei Dr. Keineke Harnstauungsniere

25.11.2019 Nierenfunktionsuntersuchung Radiologie Vechta

11.11.2019 Port für die Chemo wurde angelegt im St. Marienhospital Vechta

20.11.2019 Chemo Flot Kurs 1 Onkologie Vechta

10.12.2019 Chemo Flot Kurs 2 Onkologie Vechta

6.01.2020 Chemo Flot Kurs 3 Onkologie Vechta

21.01.2020 Chemo Flot Kurs 4 Onkologie Vechta

29.01.2020 Magenspiegelung St. Marienhospital Vechta deutliche Befundbesserung

08.02.2020 Urologe Dr. Keineke Lohne

9.02.2020 Blasenspiegelung Krankenhaus Lohne

11.02.2020 Vorbesprechung in Göttingen mit Uni.-Prof.Dr. Med. B. Michael Ghadami

11.02.2020 Vorbesprechnung für die OP in UMG Göttingen

24.02.2020 Stationäre Aufnahme UMG Göttingen Bettenhaus 1,Ebene 6

25.02.2020 Die OP wurde in Hybridtechnik durchgeführt,es wurden 50% der Speiseröhre und 60% vom Magen entfernt > OP-mittels Hochzug eines Schlauchmagens.Während der OP wurden 20 Proben entnommen um Metastasen auszuschließen.Nach 5 Tagen wurde mir nach der Visite von der Ärztin  mitgeteilt,das die Untersuchung des Gewebes sehr positiv für mich war.

Ich habe ihre Hand ergriffen,mich herzlichst bedankt und vor Freude geheult wie ein Schlosshund! 

11.03.2020 Entlassung UMG Göttingen

11.03.2020 Beginn Corona, die WHO stufte die Ausbreitung als Pandemie ein.

19.03.2020 Termin in Göttingen wegen der Harnstauungsnieren (fiel aus wegen Corona)

15.04.2020 Tägliches erbrechen über Wochen, konnte nur noch im sitzen schlafen!

6.05.2020 Termin Naturheilpraxis Ingrid Kopf Visbek

8.05.2020 Magenspiegelung St. Marienhospital Vechta nach 5 kg Gewichtsabnahme ! 2 Liter Flüssigkeit aus Magen und Ösophagus abgesaugt!

8.05.2020 CT- Radiologie St.Marienhospital Vechta

11.05.2020 Chemo Flot Kurs 1 Onkologie Vechta

18.05.2020 Magenausgangsstenose St. Marienhospital Vechta, Erweiterung mit Ballon.

20.05.2020 Entlassung

26.05.2020 Chemo Flot Kurs 2 Onkologie Vechta

9.06.2020 Chemo Flot Kurs 3 Onkologie Vechta

23.06.2020 Chemo Flot Kurs 4 Onkologie Vechta

25.06.2020 Mehrere Termine bei Ernährungsberaterin Sigrid Loemker Quakenbrück

19.04.2021 CT- Radiologie St.Marienhospital Vechta

17.06.2021 3 Wochen Reha Zentrum Klinik Oberharz in Clausthal-Zellerfeld

12.01.2022 Aufnahme UMG Göttingen zwecks OP- Hiatushernie

13.01.2022 Offene Reposition des Enterothorax,Hiatoplastik und Netzeinlage.

17.01.2022 Entlassung UMG Göttingen

22.01.2022 Diagnose: Thombrose,Phliebitis und Thrombophliebitis tiefer Gefäße OP, der Port wurde enfernt.

27.01.2022 Entlassung

25.04.2022 3 Wochen Reha-Zentrum Mölln Klinik Föhrenkamp

Nach der akuten Behandlung, insbesondere nach einer Operation, ist eine Reha unerlässlich, um sich von den Strapazen zu erholen und die Lebensqualität zu verbessern.

 

Hier einige Tipps die bei mir sehr geholfen haben!

Ingwertee ,während der Chemo und auch danach, jeden Tag 1 Liter.

Ingwertee wirkt wärmend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd, was ihn ideal bei Erkältungen (Halsschmerzen, verstopfte Nase), Verdauungsproblemen (Übelkeit, Blähungen) und zur Immunstärkung macht, dank seiner Gingerole, die auch Übelkeit lindern und Schmerzen reduzieren können, ähnlich wie manche Schmerzmittel. Er kann auch bei Magen-Darm-Beschwerden helfen, die Speichel- und Magensaftproduktion anregen und den Gallenfluss fördern. Schwangere und Personen, die blutverdünnende Medikamente nehmen, sollten jedoch vorsichtig sein, da Ingwer wehenfördernd und blutverdünnend wirken kann

Ingwertee 

Zubereitung (Frischer Tee)

  1. Ingwer vorbereiten: Waschen Sie ein ca. 3-5 cm großes Stück frischen Ingwer und schneiden Sie es in dünne Scheiben oder raspeln Sie es grob (Schale dranlassen).
  2. Aufgießen: Geben Sie den Ingwer in eine Tasse oder Kanne und übergießen Sie ihn mit sprudelnd kochendem Wasser (1 Liter Wasser für ca. 3-4 Scheiben).
  3. Ziehen lassen: Lassen Sie den Tee abgedeckt 5 bis 10 Minuten ziehen, je länger, desto schärfer wird er.
  4. Verfeinern (optional): Fügen Sie nach Geschmack einen Spritzer Zitronensaft, etwas Honig (erst nach Abkühlung auf ca. 40°C) oder eine Prise Pfeffer hinzu. 

 

Wirkung

  • Wärmend: Regt die Durchblutung an, ideal bei Kälte.
  • Bei Erkältung: Wirkt lindernd bei Halsschmerzen und verstopfter Nase.
  • Gegen Übelkeit: Wirksam bei Reisekrankheit und Magenbeschwerden.
  • Verdauungsfördernd: Hilft bei Blähungen und Völlegefühl. 
  • Entzündungshemmend !
  • Dinkel-Nussbrot

    Auch wenn Vollkorn nicht so gut schmeckt. Mit den knackigen Nüssen liefert Ihnen das Nussbrot viel Energie.

  • Und ist sehr gut Verträglich.

Mein Leben nach der Behandlung

Krebs betrifft nicht nur den Erkrankten selbst, sondern auch die Angehörigen und das familiäre Umfeld. Die Krebsdiagnose kann auch ihr Leben tiefgreifend verändern. Manche sprechen von Krebs als einer „Familienkrankheit“. Angehörige, Partnerinnen oder Partner sind oft bei den ärztlichen Gesprächen dabei, diskutieren mit den Betroffenen zuhause über mögliche Therapien und sprechen bei der Entscheidung über eine Krebsbehandlung mit. Sie sind oft Zuhörende und Beratende zugleich. Aufgrund dieser Belastungen können Angehörige auch seelische Beeinträchtigungen und Traumata erleiden. 

Wichtig ist, dass Menschen, die an der Seite von Krebserkrankten stehen, eng in alle Prozesse und Behandlungen eingebunden sind und gut über die Krebserkrankung und anstehende Therapien informiert sind. Dann wissen sie besser, was auf die Familie und auf sie selbst zukommt und können der erkrankten Person besser helfen. 

Angehörige sollten aber auch selbst Kraft tanken können, Unterstützung bei ihren Ängsten und Sorgen erhalten und Trost bekommen. Es gilt, gemeinsam stark zu bleiben und sich nicht allein gelassen zu fühlen. Für Angehörige und das familiäre Umfeld gibt es deshalb viele verschiedene Hilfsangebote, die für alle zugänglich sind und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, zum Beispiel psychologische Unterstützungsmöglichkeiten oder die Teilnahme an einer Reha.  

Ich will nicht verschweigen, dass es Einschränkungen gab und noch immer gibt: Gewicht damals 82 kg 2020 68 kg heute 72 kg, mehr wird`s nicht.

Meine Füße sind so halb taub; das ist die sog. Polyneuropathie, die bei mir nicht besser wird.

Polyneuropathie nach Krebs kann durch eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder den Krebs selbst verursacht werden und äußert sich durch Symptome wie Kribbeln, Taubheit, Schmerzen oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen. Die Nervenschädigung kann auch die Wahrnehmung von Wärme/Kälte, das Gleichgewicht oder die Muskelkraft beeinträchtigen. Die Beschwerden können sich mit der Zeit bessern, aber in manchen Fällen auch dauerhaft bestehen bleiben.

Das ist bei mir heute immer noch da. 

Mein Tip: Sofort nach der OP mit der entsprechenden Behandlung anfangen.

Krebspatient*innen mit Taubheitsgefühlen an Füßen und Händen können mithilfe von Physiotherapie, Ergotherapie und Elektrotherapie oder Bädern behandelt werden.  Besonders wichtig ist  ausreichende Bewegung, wobei das Gewebe wird unterschiedlichen Reizen ausgesetzt wird, sodass sich die Nervenfunktion in den Gliedern erholen kann. Das so genannte Funktionstraining, welches Balanceübungen, sensomotorisches Training, Koordinationstraining, Vibrationstraining und auch Feinmotorikertraining umfasst, hat sich Studien zwecks Symptomlinderung positiv hervorgetan.

Ich muss regelmäßig und auch richtig essen.Ich kann entweder nur trinken oder nur essen. Der Magen ist dafür etwas klein. Die Verwertung des Essens fällt dem Körper zunächst schwer. Dann steigt der Puls, und man hat Herzrasen und hat keine Kraft mehr. Aber man gewöhnt sich an alles und lernt durch Erfahrungen.Ich habe  noch nach 5 Jahren das Früh Dumping Syndrom.

Das Frühdumping tritt direkt, d.h. ungefähr 15-30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auf. Da nach der Magenresektion die Pylorusfunktion fehlt, kommt es zur raschen Entleerung des Restmagens mit nachfolgendem hyperosmolaren Nahrungsangebot in der abführenden Schlinge. Durch die Hyperosmolarität kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in die Darmlichtung. Die Dehnung der Darmwand führt dann zu einer Erhöhung des Vagotonus, die vasomotorische Störungen bis hin zum Kollaps auslöst.

Wenn ich abends zu spät esse oder falsches, dann quittiert das der Körper in der Nacht mit Husten und/oder mit einem Reflux.

Schlafe ich mit dem Kopf zu niedrig, gibt es Reflux.

Ich habe deshalb ein Bett bei dem ich das Kopfteil per Fernbedienung höher oder niedriger einstellen kann,außerdem hat ein hiesiger Bettenspezialist ( Brümleve Visbek ) bei meinem Bett, mit Keilen einen guten Übergang zum Kopfteil für mich angefertigt.

Durch den Verlust der Muskulatur, das Öffnen der rechten Seite des Körpers ( die rechte Lunge muß während der OP raus, damit man an die Speiseröhre kommt) kann es dann weitere körperliche Einschränkungen geben.

Das Atmen fällt mir bei Belastung schwer, deshalb mache ich viel Sport und fahre fast täglich Fahrrad und  2X die Woche geht es ins Fitnessstudio, auch versuche 10.000 Schritte zu gehen.

Reha-Sport habe ich über 1 Jahr lang nach der Behandlung gemacht, kann ich nur empfehlen.

Ich wünsche Ihnen bzw. Ihrem Angehörigen viel Kraft und alles nur erdenklich Gute bei der Wiederherstellung der Gesundheit. Es ist eine lange Zeit von Gefühlsschwankungen, von Aushalten, Hoffen und Kampf gegen den Krebs – aber ich versichere euch, es lohnt sich!

 

Rehazentrum Oberharz  "Am Schwarzenbacher Teich": Modernste Architektur, herrlich gelegen im Oberharz 

Eingebettet in die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Oberharzes bietet unser 2011 neu erbautes Rehazentrum beste Voraussetzungen für Ihre Genesung.

Erholen & Abschalten im Herzen Schleswig-Holsteins

  • Die Klinik Föhrenkamp liegt im landschaftlich reizvollen Gebiet der Lauenburgischen Seenplatte
  • Profitieren Sie von der Ruhe sowie der schadstoffarmen Luft des Kneippkurortes Mölln
  • Entspannt und gestärkt in den Alltag zurückkehren und persönliche Ziele erreichen – dabei möchten wir Ihnen helfen!

"Ich teile meine Erfahrungen, um anderen Mut zu machen und zu informieren."

Benno Lutten